Navigation Home Navigation Impressum Navigation Datenschutz
Navigation Pflege
Navigation Galerie
Navigation Literatur
Navigation Links
Navigation Reiseberichte
Navigation Kalender
Navigation Shop
Allgemein: Kakteen benötigen ein gut durchlässiges Substrat, da bei allen Arten stehende Nässe und damit verbundene Fäulnis unweigerlich den Verlust der Pflanze zu Folge haben. Eine leicht saure Reaktion sollte überwiegend auch gegeben sein. Hiermit endet aber schon die Verallgemeinerung. Zu verschieden sind die Standorte und somit die Bodenbeschaffenheit unserer Schützlinge. Eine Substratmischung herzustellen, abgestimmt auf jede einzelne Art, ist sehr aufwendig und schwierig. Daher kann man grob 2 Substratarten unterscheiden, die sich in humosen und mineralischen Substrat aufteilen.
Humoses Substrat: Dieses Substrat beinhaltet krümelige, dunkele Humuserde, verwitterte Lehmbestandteile, feinfaseriger Torfmull und groben Sand. Humose und sandige Erden werden überwiegend in Baumärkten als Kakteenerde angeboten. Als Beispiel ist hier die Kakteenerde des Herstellers Compo abgebildet. Mit der Zugabe nachfolgend aufgelisteter Bestandteile kann man ausgezeichnete Substratmischungen herstellen.
Zuschlagstoffe für humoses Substrat:
Humuserde: Die Humuserde sollte 3-5 Jahre abgelagert sein. Junge Komposterde oder Mistbeeterde, die noch viele unverwitterte organische Bestandteile enthält ist ungeeignet.
Torfmull: Torfmull erhöht die Fähigkeit des Substrats, Nährstoffe zu speichern und vermag zu rasche und zu extreme Veränderungen im Substrat abzupuffern. Die Huminsäuren des Torfmulls bewirken eine leicht saure Reaktion der Erde. Ungenügend verrotteter oder feucht und unter Luftabschluß gelagerter Torfmull kann aber ein Nährboden für Schadpilze sein.
Sand: Ein wesentlicher Bestandteil der Kakteenerde ist Sand. Dieser sollte eher grobkörnig sein und keinesfalls staubfeine Anteile enthalten. Besonders geeignet ist gewaschener Quarzsand mit einer Körnung zwischen 3 und 8 mm. Kalkhaltiger, alkalisch reagierender oder ungewaschener Grubensand ist ungeeignet.
Mineralisches Substrat: Dieses Substrat bevorzugen die Gattungen, welche aus den Gebieten mineralischer Verwitterungsböden ihren Heimatstandort haben. Mineralisches Substrat beinhalten keine Humuserde. Vielmehr sollten Bestandteile von verwittertem Lehm, viel grobkörnigem Quarzsand, Bimskies, Lava-, Ziegel und Urgesteinsgrus verwendet werden.
Zuschlagstoffe für mineralisches Substrat:
Bimskies: Bimskies ist ein vulkanisches Material, reagiert meist schwach sauer, ist verhältnismäßig leicht und hochporös. Man sollte ihn auswaschen oder aussieben und nur die grobsandigen bis feinkiesigen Bestandteile verwenden.
Lehm: Ein für die Kakteenkultur geeigneter Lehm sollte wenig Ton enthalten. Er darf sich nicht zwischen den Händen zu dünnen Würstchen formen lassen und nach dem Gießen verbacken.
Lavagrus: Lavagrus oder Lavalit ist ein poröses vulkanisches Material, verhältnismäßig schwer und dunkel gefärbt. Es vermag beachtliche Wassermengen aufzusaugen und zu speichern. Als Beimischung zu empfehlen sind Körnungen zwischen 3 und 7 mm. Staub sollte ausgewaschen oder ausgesiebt werden, da er zum verkleben neigt. Größere Lavabrocken eignen sich ausgezeichnet zur Dekoration zwischen der Kakteensammlung.
Ziegelgrus: Ziegelgrus hat ähnliche Eigenschaften, wie Lavagrus. Auch hier ist ein vorheriges auswaschen oder aussieben zu empfehlen. Man sollte vorher mit einem PH-Papier prüfen, ob er nicht alkalisch reagiert.
Urgesteinsgrus: Auch bezeichnet als Granit- oder Gneisgrus. Hierbei werden Nährstoffe, wie Eisen und Kalium freigesetzt, bei einer leicht sauren Reaktion.
Perlit: Perlit lockert den Boden auf, speichert Wasser und verbessert allgemein die Qualität des Bodens. Sie verhindert zusätzlich das Verbacken stark tonhaltiger Substrate, verbessert die Wasserführung und verhindert das Substratgewicht.
Vermiculit: Vermiculit ist mineralisch, keimfrei, leicht, nicht verrottend, enthält geringe Mengen an Spurenelementen, ist ph-neutral, temperaturbeständig, lockert den Boden auf, nimmt sofort Wasser auf, wirkt wasserspeichernd und ist trotzdem durchlüftend durch Millonen kleinster Luftzellen. Dadurch verhindert es die Bodenverdichtung bei Staunässe, vermeidet das Vermodern der Erde und wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum und die Wurzelbildung aus.
Bentonit: Bentonit verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Fruchtbarkeit und hält den Boden länger feucht. Die hohe Quellfähigkeit und Wasserkapazität von Bentonit schützt vor schneller Austrocknung. Als natürlicher Ionentauscher bewirkt Bentonit die optimale Bindung und Abgabe von Nährstoffen.
Blähschiefer: Blähschiefer sorgt für Stabilität und Porenvolumen im Topf. Optimal zur Drainage für tiefwurzelnde Pflanzen. Als Abstreuung verwendet ein optischer Blickfang.
Quarzsand/-kies: Quarzsand wird als Zuschlagstoff zur Auflockerung der Bedenstruktur verwendet. Darüber hinaus benutzt man ihn zur Abdeckung von Aussaaten oder als Abstreuung.
Kieselgur: Kieselgur wird sowohl als Zuschlagstoff, Aussaat- oder Pflanzsubstrat verwendet. Ein leicht saurer pH-Wert von 5,5 und die gezielte Abgabe von gelösten Nährstoffen macht es zu einem wichtigen Zuschlagstoff. Darüber hinaus lockert Kieselgur durch seine stabile und luftdurchlässige Struktur das Erdreich auf. Die sehr gute Feuchtigkeitsbindung vermindert die Pilzbildung und das Überwässern des Substrates. Ein geringes Gewicht und Zersetzungsbeständigkeit sind weitere interessante Eigenschaften.
Wem der Kauf einzelner Bestandteile zu mühsam und aufwändig ist, hat natürlich auch die Möglichkeit, fertig gemischte Substrate bei diversen Händlern in verschiedenen Mischformen zu erwerben. Hierbei werden auch Substrate für spezielle anspruchsvolle Kakteengattungen angeboten. Einige Online-Shops haben wir für Sie nachfolgend aufgelistet.
Anzeige
Tuercenter.de ist Ihr Onlineshop für Duschtüren
Friseureinrichter für hochwertiges Salondesign
Bezugsadressen für Substrate und Zuschlagstoffe
Kakteensubstrat