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Deckelschildläuse sind seltener zu beobachten. Die erwachsenen Tiere, die nicht mehr beweglich sind, werden durch ihr Deckelschild sehr gut geschützt. Eiablage und Ausschlüpfen der Jungtiere erfolgt unter dem schützenden Schild des nach der Eiablage sterbenden Weibchens. Zur Bekämpfung werden mit einem spitzen Hölzchen die Schilder abgehoben und das darunter befindliche Weibchen abgekratzt. Dabei ist aufzupassen, daß die manchmal darunter verborgenen Eier oder Jungtiere nicht herunterfallen und sich über die Pflanzen verstreuen. Daher empfiehlt es sich, gleichzeitig Spritzmittel einzusetzen, wie sie bei der Bekämpfung von Woll- und Schmierläuse empfohlen werden. Alle Stellen, an den Schildläuse saßen, sollten zusätzlich mit Spritzlösungen bepinselt werden. Als natürlicher Feind sind Florfliegen, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Raubwanzen, Ohrwürmer und Gallmücken bekannt. Schildläuse sondern so genannten Honigtau aus, der einen idealen Nährboden für Rußpilze bietet.
Wurzelläuse leben an den Wurzeln der Kakteen. Es sind etwa 2 mm große weiße Tiere. Wegen des sie umgebenden Gespinstes wirken die Befallstellen kreidig-bläulich-weiß und wie verschimmelt. Wurzelläuse sind wegen ihrer verborgenen Lebensweise schwer zu entdecken. Der Befall kann nur aus dem fehlenden Austrieb, dem fehlenden Blütenansatz und dem nicht frischgrünen Aussehen der Pflanze geschlossen werden. Beim Austopfen finden sich dann häufig in der Erde , an den Kakteenwurzeln und am Topf die kreidigweißen Befallsspuren. Die Wurzelläuse vermehren sich rasch und verbreiten sich über die ganze Sammlung.
Dies gilt besonders für frei ins Beet ausgepflanzte Kakteen. Aber auch bei Kultur in Einzeltöpfen wandern die Wurzelläuse aus den Wasserabzugslöchern des einen Topfes in die des anderen Topfes hinüber. Speziell in der Ruhezeit schreitet der Befall durch Wuzelläuse rasch voran. Die Trockenheit der Ruheperiode sagt den Wurzelläusen offenbar zu, und in dieser Zeit widmet man der Sammlung oftmals weniger Aufmerksamkeit. Zur Bekämpfung wird die gesamte Sammlung in etwa zehntägigem Abstand gründlich durchgegossen. Die Wurzelläuse halten sich gern an versteckten, trockenen Stellen auf, z.B. unterhalb der Verzweigung der Hauptwurzeln, wo sie die Gießbrühe kaum erreicht. Daher empfiehlt es sich, die Kakteentöpfe einige Minuten lang bis an den Topfrand in die Gießbrühe einzutauchen, damit sie sich von unten her vollsaugen. Auch das Einfütterungsmaterial, Töpfe, Pflanzschalen oder -kisten müssen unbedingt gründlich benetzt werden. Gerade der zur Einfütterung von Tontöpfen benutzte Torfmull bietet den Wurzelläusen hervorragende Versteck- und Ausbreitungsmöglichkeiten. Auf den Befall durch Wurzelläuse wird man oft erst beim notwendigen Umtopfen der Kakteen stoßen. Wenn das in der Ruhezeit erfolgt, können die Pflanzen nicht sofort mit den Gießmittel behandelt werden. Man wird auf jeden Fall die gesamte Erde der befallenen Pflanze vernichten und die Wurzeln, soweit möglich, gründlich säubern. Der Topf wird erst nach gründlicher Reinigung wiederverwendet. Die neu eingesetzte Pflanze wird gesondert aufgestellt, um eine weitere Verbreitung übersehener oder noch schlüpfender Wurzelläuse zu vermeiden. Wenn man im Winter an einigen Pflanzen Wurzelläuse entdeckt, sollte man im folgenden Frühjahr nicht nur die befallenen Pflanzen, sondern die gesamte Sammlung mehrmals mit geeigneten Mitteln durchgießen.