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Herkunft und Verbreitung: Conophytum ist eine Gattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der deutsche Name rührte daher, dass die ersten zugeordneten Pflanzen zu dieser Familie ursprünglich ihre Blüten meist erst ab den Mittags-, Nachmittags oder Abendstunden öffneten. Mittlerweile wurden aber so viele verwandte Arten dieser Familie zugeordnet, dass diese Logik nicht mehr zutrifft.
Ihren Name erhielten die Conophyten aus dem griechischen "konos" - Kegel und "phyton" - Pflanze, so dass man sie abgeleitet als Kegelpflanze bezeichnen könnte. Der Pflanzenkörper aus verwachsenen Blattpaaren gebildet, welcher sowohl eine runde aber überwiegend konische Form besitzt. Meist bilden sie Polster, es gibt aber auch einige Arten, die einzeln und eingesenkt im Boden sichtbar sind. Die Gattung umfasst derzeit etwa 160 bekannte Arten. Nicholas Edward Brown stellte 1922 diese Gattung auf, dessen Verbreitung fast nur die winterlichen Niederschlagsgebiete umfasst. Es reicht von Lüderitz in Namibia, in südlicher Richtung bis nach Warmbad. In der Republik Südafrika über die Provinz Nordkap, durch das Namaqualand, weiter über Calvinia, in westlicher Ausdehnung bis nach Karte Verbreitungsgebiet Conophytum
Verbreitungskarte Conophytum
Kenhardt und im Süden bis nach Kapstadt reichend. Von Kapstadt aus erstreckt es sich in einem schmalen Streifen bis nach Steytlerville, in der Provinz Westkap. Das Hauptverbreitungsgebiet der Arten ist aber das Namaqualand.
Wachstum und Blüte: Conophyten werden auch als Kurztagspflanzen bezeichent, weil sich ihre Wachstumszeit von Herbst bis in das Frühjahr hinein erstreckt. Der Name Kurztagspflanze rührt daher, dass die stätig abnehmende Tages- und zunehmende Nachtlänge den Vegetationsbeginn auslöst. Die Blütezeit erstreckt sich von Ende August/Anfang September bis in den späten Herbst. Während der Ruhezeit, ab Mai bis Ende August, wird der gespeicherte Flanzensaft aus den bisherigen "alten" Blattpaar abgezogen und meist 2 neu gebildeten Blattpaaren zugeführt. Hierbei vertrocknet die Oberfläche des alten Blattpaares bis auf eine papierartige Hülle, die einen wirksamen Schutz vor Verdunstung und Verbrennungen durch die Sonne für das frische Blattpolster bietet. Während der Wachstumszeit, wird diese Hülle dann mit zunehmender Wuchsgröße des neuen Blattpaares durchstoßen. Umgangssprachlich werden Conophyten auch "Lebende Steine" genannt, da die vertrocknete Hülle einem Kieselstein zum verwechseln ähnlich sieht. Hierbei wird Conophytum auch gern noch mit einer anderen Gattung - den Lithops - verwechselt, welche ebenfalls so bezeichnet werden.
Conophytum jucundum COP 108 Conophytum wettsteinii

Conophytum in Kultur: Da diese Pflanzen recht klein bleiben und auch ältere Pflanzenpolster wenig Platz beanspruchen, kann man in einem kleinen Gewächshaus oder im Frühbeet eine recht ansehnliche Sammlung zusammenstellen. Anhand der beschrieben Wachstums - und Blütezeiten benötigen Conophyten auch eine angepasste Behandlung in unserer Sammlung in Bezug auf Gießverhalten und richtigen Standort. Eine Kultur zusammen mit Kakteen im Gewächshaus stellt kein Problem dar, jedoch gibt es zu beachten, dass die Pflanzen zwar sehr wärmeliebend sind und viel Licht mögen, ein vollsonniger Standort in den Spätfrühlings- und Hochsommermonaten im Gewächshaus aber nicht so gut vertragen wird. Es besteht bei einem zu heißen, vollsonnigen Standort über eine längere Zeit die Gefahr, dass die Pflanzen einfach vertrocknen. Ein schattiertes Gewächshaus, ein Platz im Halbschatten, etwa unter den Gewächshaustischen oder ein Platz mit Morgen- bzw. Abendsonne wird dagegen bevorzugt. Standorte im Freien mit entsprechendem Regenschutz und sehr luftiger Umgebung an sonnigen Tagen und großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, stellt schon fast einen optimalen Standort dar. Als Substrat empfehlen wir ein rein mineralisches auszuwählen, wobei auch ein Humusanteil bis etwa 5% recht gut vertragen wird. Als gute Bestandteile zum "selber mischen" sind Lava, Bims, Kieselgur, Blähton, Perlite, Vermiculit und Kies zu nennen. Das Substrat sollte allgemein sehr locker, gut wasserdurchlässig sein und der pH-Wert zwischen 6 und 7 liegen. In spezialisierten Sammlungen wurde von einer erfolgreichen Kultur in reinem Bims berichtet, der die bevorzugten Bodeneigenschaften besitzt, jedoch eine häufigere Düngung erfordert, da Bims sehr mineral- und nährstoffarm ist. Bei der Auswahl des Gefäßes sollte daran gedacht werden, dass Conophyten Flachwurzler sind und somit eher ein breiteres, als ein tieferes Behältnis zum eintopfen ausgesucht wird. In einer flachen runden Schale lassen sich sehr gut mehrere Pflanzen kultivieren. Während der Wachstumszeit sollten die Pflanzen sehr sparsam gegossen und je nach Substratauswahl gedüngt werden. Der Wasserbedarf ist bei den meisten Arten sehr gering. Ein häufigeres Nebeln in den Abendstunden wird von den Pflanzen auch auf Grund biologischer Prozesse (Crassulaceen-Säurestoffwechsel) besser vertragen. Neben der Blüte gelangen Conophyten wegen ihrer oft interessanten Zeichnung und Färbung in unsere Sammlungen. Hierbei spielt der Einfluss von Licht eine große Rolle. In der Wachstumszeit, im Herbst/Winter, benötigen die Pflanzen daher einen möglichst hellen Standort, was die Standortwahl durch die abnehmende Tageslänge in Mitteleuropa schwierig gestaltet. Gewächshausbesitzer sollten den Pflanzen nun auf den Tischen das volle Lichtangebot zur Verfügung stellen, auch ein Platz am sonnigen Fenster oder unter dem Dachfenster ist für das Wachstum ein bevorzugter Standort. Im mitteleuropäischen Winterhalbjahr sollten Conophyten bei mäßiger Temperatur und weiterhin sparsamer Wässerung gehalten werden. Wichtig ist, den Pflanzen weiterhin viel Tageslicht zu ermöglichen. Bei der Kultivierung im beheizten Gewächshaus fühlen sich Conophyten auch über einen längeren Zeitraum bei Temperaturen von etwa 4 °C recht wohl, kühler sollte es aber nicht unbedingt werden. Ein Absinken auf unter 0 °C ist auf jeden Fall zu vermeiden, um nicht unerwünschte Ausfälle zu riskieren. Die wärmende Frühjahrssonne lässt die Temperatur im geschlossenen Gewächshaus manchmal schon an die 20 °C ansteigen, was ein willkommener Abschluss für das Ende der Wachstumsperiode bietet. Tagwärme und Nachtkühle, in Verbindung mit der vorhandenen Luftfeuchte, erzeugen die gewünschte Feuchtigkeitsversorgung der Pflanze.

Conophyten sollten den etwas erfahreneren Pflanzenfreund anvertraut werden. Geht man aber auf die Vegetationsbedürfnisse ein, so werden aus Pflegefehlern entstandene anfängliche Ausfälle minimiert. Den Lohn sehen Sie im Spätsommer/Früherbst, wenn sich aus einer scheinbar verdorrten Pflanze neues Leben regt und diese Überlebenskünstler ihre neuen frischen Pflanzenkörper hervorschieben und die farbenfrohen zierlichen Blüten zum Vorschein kommen.
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Bezugsadressen für Conophyten
Cono´s Paradise (Große Auswahl an Pflanzen)
Kakteen Haage (Auswahl an Pflanzen)