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Reisebericht: Dominikanische Republik, Halbinsel Samana, Las Galeras, Casa Marina Bay
Funny-Bike Tour: Wie schon weiter oben kurz erwähnt, buchten wir bei Augusto eine Tour mit dem Funny-Bike. Seine Hütte befindet sich gleich links neben der Tauchschule. Da er die Touren selbst durchführt und auch die Reservierungen entgegen nimmt, ist er nicht jeden Tag dort anzutreffen. Die beste Zeit Augusto aufzusuchen ist entweder vor 9 Uhr (Beginn der Tour) oder zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr. Wenn Sie sich für diese Tour entscheiden, sollte möglichst ältere und leicht auswaschbare Kleidung getragen werden. Vergessen Sie ihre Sonnenbrille nicht,
Augusto mit seinen Funny-Bikes
damit während der Fahrt die Augen vor Staub und Insekten geschützt sind. Unterwegs besteht die Möglichkeit zum Baden. Badebekleidung ist daher zu empfehlen. Einen Sturzhelm bekommet jeder von Augusto gestellt. Bevor es losging, wurden die Sicherheitsbestimmungen und der Umgang mit den Funny-Bikes auf Deutsch (Augusto spricht mehrer Sprachen) erklärt.
Die Fahrer konnten sich danach erst einmal mit dem Fahrzeug vertraut machen, indem einige Runden auf dem Hotelgelände gedrehte wurden. Die Funny-Bikes besitzen eine Halbautomatik (Fußschaltung mit 5 Gängen), gekuppelt wird automatisch und das Gas wird mit dem rechten Daumen über einen Gashebel betätigt. Es gibt eine Fußbremse und zwei handbediente Bremsen. Taschen oder Rucksäcke werden auf dem vorderen Gepäckträger befestigt. Wir verließen die Hotelanlage, um in Richtung Playa Rincon aufzubrechen. Nach kurzer Fahrt auf der Straße in Richtung Samana, bogen wir in das Gelände ab. Jetzt musste sehr vorsichtig durch Schlaglöcher und über Steine gefahren werden. Starke Steigungen waren nur im ersten Gang zu meistern. Unterwegs hielten wir in einem Bergdorf, um einer dominikanischen Familie einen Besuch abzustatten. Hier gab es auch alkoholfreie Getränke (alles inklusive), die Augusto in einer großen Kühlbox mitführte. Wir erfuhren, dass die Dörfer an keiner Wasserversorgung angeschlossen sind.
Besuch bei einer dominikanischen Familie
Geschafft von der Wärme des Tages
Das Regenwasser für die Bewirtschaftung der kleinen Plantagen wird in einer Zisterne gesammelt. Leider hatte es die letzten 3 Monate nicht mehr geregnet und so musste das Wasser teuer eingekauft werden. Zur Begrüßung erhielt jeder einen "Mama Juana". Hier war die Rumkonzentration nicht so stark, wie er bei der "Safari Tropical".
Danach gab es noch einen frisch gekochten Kaffee. Nach der Besichtigung des Hauses machten wir uns wieder auf den Weg. Durch sehr unebenes Gelände ging die Fahrt nun weiter. Fahrerische Aufmerksamkeit war jetzt sehr gefragt. Teilweise wurden Steigungen und Gefällestrecken von etwa 45% passiert. Schmutzig vom Staub der Wege erreichten wir den Jungbrunnen am Playa Rincon. Es ist ein kleiner flacher Süßwassersee direkt am Strand, der von einer Quelle gespeist wird. Die Wassertemperatur beträgt ungefähr 20 °C. Der Sprung in das kühlende Nass war jetzt genau richtig. Nach einem intensiven Bad und anschließendem abtrocknen durch die Sonne, fuhren wir am Strand weiter. Nach kurzer Fahrt erreichten wir etwa in der Mitte der Bucht eine kleine Gaststätte, wo wir eine Rast zum Baden, spazieren gehen und Mittagessen einlegten. Die Playa Rincon ist eine der schönsten Strände, die wir je gesehen haben. Ein einsamer Palmenstrand, der dem Betrachter "Karibik Pur" vermittelt. Es gibt immer wieder Gerüchte, hier eine große Hotelanlage zu errichten. Dann dürfte wohl diese Idylle vorbei sein. Vom Casa Marina Bay gibt es täglich einen Bootstransfer zur Playa Rincon. Der Preis beträgt 10 US$. Zum Mittag gab es entweder Fisch oder Hähnchen, was der Koch auf dem Grill frisch zubereitete. Als Beilage wurde Reis und Salat serviert, zusätzlich eine Schale mit Bananen, Orangen, frisch gebackenes Brot und diese leckeren Kokosmarkstreifen auf den Tisch gestellt. Das Mittagessen wird ebenfalls von Augusto bezahlt. Gestärkt und ausgeruht machten wir uns auf den Weg zum "Nasenloch des Teufels". Unterwegs hielten wir noch an einen dominikanischen Laden an, um günstig Rum einzukaufen. Augusto half uns bei der Wahl der richtigen Sorte. An der Stelle noch ein kleiner Hinweis. Rum und Zigaretten bekommen sie am günstigsten im Urlaubsgebiet. Am Flughafen bezahlen Sie wesentlich höhere Preise. Am Nasenloch des Teufels angekommen, erwartete uns das Spektakel, was wir bei der "Tropical Safari" nicht zu sehen bekamen. In unregelmäßigen Zyklen schoss im hohen Bogen das Wasser aus dem Schlund. Wir wagten uns bis auf 2 m an diesen Schlund heran und wurden somit erst einmal kräftig geduscht. Zwischendurch drangen immer wieder unheimliche Geräusche nach oben. Es hörte sich an, als ob ein mächtiges Ungeheuer atmet. Augusto steckte zusätzlich noch umher liegende Palmenblätter in das Loch, die nach kurzer Zeit als Kleinholz heraus geschossen kamen. Nach unzähligen Duschen machten wir uns nun auf den Heimweg zum Casa Marina Bay. Dort angekommen, bedankten wir uns bei Augusto für diesen wunderschönen Tag.
Der Strand an der Playa Rincon
Blick vom Jungbrunnen auf die Playa Rincon
Karibisches Blau an der Playa Rincon
 
Weitere Impressionen an der Playa Rincon
Rast an einer der schönsten Strände Wasserfontäne aus dem "Nasenloch des Teufels"
Zusammenfassend haben wir den schönsten Urlaubstag erlebt. Augusto würzte ihn mit Action und puren Spaß. Hier haben wir weitere Orte der Halbinsel Samana gesehen, die wir nie vergessen werden. Ganz zu schweigen vom unheimlichen Spaß, diese Funny-Bikes zu fahren. Hier war jeder Dollar richtig investiert. Allerdings waren wir auch noch nie nach einem Ausflug so schmutzig zurückgekommen. Ich stelle mir immer noch die komischen Gesichter der faul am Pool liegenden Leute vor, die uns beim Vorbeigehen entsetzt angesehen haben. Das war es wert. Einige Urlauber haben diese Tour noch ein zweites Mal gebucht, was ich verstehen kann.
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25.03.2003 - 09.04.2003
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