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Eventbericht: Kakteendiner 2009 bei Kakteen-Haage, in Erfurt
Einleitung: Können sie eine jährlich immer wiederkehrenden Veranstaltung vorstellen, die man auf Empfehlung einmal besucht hatte und diese danach fest im Terminkalender verankert ist?
Eines dieser schönen Ereignisse, auf welches wir uns jedes Jahr freuen, ist das Kakteendiner auf dem Gelände von Europas ältester Kakteenzucht, der Gärtnerei Kakteen Haage, in Erfurt. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Jahr, meist am letzten Wochenende im Juni und am ersten Wochenende im Juli, wird hier ein großes Gala-Essen veranstaltet. Nun sollte man meinen, das so etwas im Jahr beliebig stattfindet und nichts besonderes darstellt. Besonders ist hierbei aber das Ambiente der Veranstaltung und die Grundlage, die in jedem Gang verborgen ist. Es handelt sich hierbei um Kakteen. Genauer ausgedrückt um verarbeitete Bestandteile der Opuntia ficus-indica. Der Kakteengärtner Ulrich Haage und der Gastronom Ulrich Manck laden seit dem Jahr 1997 zu diesem ungewöhnliche Diner ein.
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Veranstaltung: Vorab empfehlen wir jedem auswärtig anreisenden Besucher, im Vorfeld der Veranstaltung eine entsprechende Übernachtungsmöglichkeit zu organisieren, da es erstens sehr spät werden kann und zweitens zu jedem Gang ein passender Wein gereicht wird. Teilnehmer, die anschließend auf das eigene Auto angewiesen sind, haben das Problem der Einigung, wer den anschließenden Heimweg als Fahrer antritt. Gegen 19 Uhr werden die Gäste auf dem Gelände von Kakteen-Haage, in Erfurt erwartet und mit einem willkommenden Getränk vor einem speziell für den Abend gestalteten Gewächshaus begrüßt. Trifft man ein wenig früher ein, besteht auch die Möglichkeit, sich in den geöffneten Verkaufsgewächshäusern umzuschauen. Pflanzenfreunde können hier auch noch Einkäufe erledigen.
Zu Veranstaltungsbeginn erfolgt die offizielle Begrüßung durch die beiden Gastgeber Uli & Uli (Haage & Manck). Hier erfährt der Gast auch schon in einem ersten Eindruck, mit welchen komödiantischen Unterhaltungswert beide durch den Abend führen. Auch wenn die Gastgeber sehr festlich gekleidet sind, gibt es für den Gast keine Kleiderordnung. Es soll sich bei diesem Event in erster Linie wohl gefühlt werden. Zumal im Gewächshaus, je nach Witterung, am späten Abend noch schweißtreibende Temperaturen herrschen können. Mit etwas legerer und leichter Garderobe macht man nichts verkehrt. Nachdem alle Gäste an der sehr festlich und stimmungsvoll dekorierten Tafel entsprechend der Gästeliste platziert worden sind, erfolgt auch eine kurze kulinarische Vorstellung durch Ulrich Manck, auf welche Köstlichkeiten sich der Gaumen am heutigen Abend freuen kann. Hierzu kann auch parallel die an jedem Platz ausgelegte Diner-Karte hinzugezogen werden. Es werden bei dieser Präsentation kleine Geschichten am Rande erzählt, die immer wieder zum Schmunzeln einladen. Durstige Kehlen können sich an dem bereit gestellten Apfelsaft oder Wasser erfrischen.
festlich gedeckte Tafel
 
Musikalisch wird der Abend von einem Trio mit mexikanischer Folklore begleitet. Eröffnet wurde der 1. Gang mit einem trockenen Müller-Thurgau aus der Pfalz. Als Gericht wurde ein "Ensalada de César con Nopalitos" serviert. Hierbei handelte es sich um einen Romana-Salat mit Kaktusblätterstreifen und Sardellendressing, garniert mit Croutons und Parmesan. Eine sehr leichte und für die Eröffnung hervorragend ausgewählte Komposition. Optisch sehr ansprechend angerichtet und geschmacklich ein wahrer Genuss.
Ensalada de César con Nopalitos
 
 
Nach dem sehr leckeren Salat stand nun als 2. Gang eine "Caldo de queso con Papa y Nopalitos" auf der Speisekarte. Wem das bisher noch nichts sagt, sei erwähnt, es handelt sich hierbei um eine Kartoffelsuppe mit Kaktusblätterstreifen, Tomatenwürfeln, Koriander und Jalapeño-Cheddar-Cheese-Creme. Auch hier kam der Gaumen auf seine Kosten. Alle Bestandteile entwickelten einen interessanten Geschmack, den man so sicherlich noch in keiner Kartoffelsuppe probiert hat.
Caldo de queso con Papa y Nopalitos
Durch die Jalapeño-Cheddar-Cheese-Creme mit einem Hauch an Schärfe, die, so wurde uns angekündigt, nun von Gang zu Gang gesteigert wird. In froher Erwartung auf die nun folgenden Köstlichkeiten. Damit man eine Vorstellung bekam, warum der Abend auch Kakteendiner genannt wird, präsentierte Ulrich Haage ein noch nicht verarbeitetes Exemplar einer Pflanze dem erstaunten Publikum. Hierbei lernt man auch, dass nur die ganz jungen Triebe wegen ihres noch zarten Gewebes zum Kochen geeignet sind.
Mit einem trockener Rivaner aus Baden erfolgte der Übergang zum 3. Gang. Es wurde eine "Granidas de Pescado con Nopalitos y Pasta" serviert. Übersetzt war das ein leckerer Nudelgratin, mit feinem Fischfilet und Kaktusblättergemüse, in einer Weißwein-Sahne-Sauce. Hierbei läuteten nicht nur die "Glocken" an den Geschmacksnerven beim Genuss dieser einzigartigen Köstlichkeit, sondern zugleich auch die "Halbzeit" des Kakteendiners ein, was eine günstige Gelegenheit bot, sich ein wenig die Beine zu vertreten.
Granidas de Pescado con Nopalitos y Pasta
 
 
Nach dieser kurzen kulinarischen Pause, welche man zudem auch nutzen konnte, um sich für das Kakteendiner des darauf folgenden Jahres vormerken zu lassen, einem Unterhaltungsprogramm mit mexikanischer Folklore und dem Duo Haage & Manck, wurde die trockene Kehle mit einem Sorbet "Snows of Kilimanjaro" fruchtig erfrischt. Leider waren dem Meister dieser köstlichen Kreation die wesentlichen Bestandteile nicht zu entlocken. Den Namen verdankt dieses Getränk aber frei nach Ernest Hemingways Kurzgeschichte, die ein tragisches Ende der Figur Harry in der ostafrikanischen Wildnis erzählt. Für den Genießer dieses Getränks war es letztendlich tragisch, das das Glas schon sehr schnell geleert war. Dem Getränkeangebot gerecht, bemerkte man auch eine gesteigert ausgelassener Stimmung an den Plätzen der Tafel. Es wurde lauter und intensiver gelacht. Der "Geist des Weines" machte die Runde.
Sorbet "Snows of Kilimanjaro"
 
 
Damit dieser aber auch nicht das Gewächshaus wieder verlässt, begann der 4. Gang mit einem trockenen Lehmberger aus Württemberg. Der ausgezeichnet zum "Filete de Cerdo con ciruelas Mole y Ileno chili Poblano" ausgewählt wurde. Es handelte sich hierbei um eine Kreation von zartem Schweinefleisch an einer Pflaumen-Orangensauce und mit Kaktusblättergemüse gefüllter Chili Poblanos, dazu Kartoffelplätzchen. Ein weiteres geschmackliches Highlight, was zugleich auch in der Schärfe der Speise den Höhepunkt des Abends bot.
Filete de Cerdo con ciruelas Mole y Ileno chili Poblano
 
Nach diesen wunderbaren kulinarischen Ausflügen stand noch eine letzte und exquisite Kreation des Küchenmeisters für den 5. und letzten Gang auf dem Programm. Eingeleitet durch einen süßen Riesling aus Rheinhessen trug das Dessert den Namen "Piña con Helado de Nopal". Ein Kaktuseis auf gebackenem Ananasring, welches geschmacklich den krönenden Abschluss zu fortgeschrittener Stunde des hervorragend abgestimmten Menüs darstellte.
Piña con Helado de Nopal
 
Zum Ende der Veranstaltung ließen es sich die Gastgeber nicht nehmen, den Gästen die helfenden Hände zu präsentieren, die zugleich auch dafür sorgten, dass niemand lange auf sein Menü wartete und perfekt temperiert auf dem Tisch stand. An dieser Stelle sei zudem erwähnt, dass den Weingläsern hierbei besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde und ein fast leeres Glas nach einer zustimmenden Frage schnell wieder gefüllt wurde.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass wir einen sehr schönes Galadiner, in einzigartigem Ambiente bei Kakteen-Haage erlebt haben. Die ausgezeichneten Köstlichkeiten, die wie genießen durften, in deren Mittelpunkt immer wieder der Kaktus stand, das gesamte Programm, wie die mexikanischen Folklore-Sänger, die Gastgeber Uli & Uli und nicht zu vergessen die vielen fleißigen Helfer. Verbringt man den Abend noch mit guten Freunden, so hat man mehrere Gründe sich auf eine erneute Teilnahme zu freuen. Neugierig geworden? Vielleicht sieht man sich ja in Erfurt...
Links zum Thema Kakteendiner
  Kakteenessen.de (Homepage des Veranstalters)
27.06.2009
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