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Reisebericht: Kanarische Inseln, Fuerteventura, Jandia, Riu Tamango, Neu: Sunrise Tamango
Vorwort: Anfang 2004 wurden 3 Hotels der RIU-Kette in Jandia Playa an die "Sunrise Beach Hotel" - Kette verkauft. Betroffen sind das RIU Maxorata, RIU Tamango (jetzt Sunrise Tamango) und das RIU Ventura. Die Bewertungen zum Hotel beziehen sich daher ausschließlich noch unter der Zugehörigkeit zur RIU-Kette.
Anreise: Mit dem Auto ging es bei dieser Reise zum Flughafen Hannover, von dem aus der Hapag-Lloyd Flug HF 1435 um 12:35 Uhr starten sollte. Ohne Probleme und gut ausgeschildert erreichten wir das Flughafengelände. Als Parkhaus wählten wir das "Parkhaus Nord", wo man in der preisgünstigsten Kategorie für die Zeit des Urlaubs parken kann. Ein zehnminütiger Shuttle - Service befördert dann den Fluggast zum Terminal. Nach dem Einchecken blieb noch genug Zeit, einen Kaffee zu trinken und im Terminalbereich spazieren zu gehen. Hier kann man auch gleich die Parkbonuskarte (15 €) beim Reiseveranstalter abholen. Pünktlich um 12:35 Uhr hob dann die Maschine ab und flog uns nach 4 h 30 min auf die Sonneninsel Fuerteventura. In Puerto del Rosario angekommen und die obligatorischen Rangeleien am Gepäckband überstanden, warteten auch schon die Betreuer der Reiseveranstalter, um uns in den richtigen Bus zu lotsen. Nach kurzer Zeit setzte sich der Bus in Richtung Jandia in Bewegung, wo wir nach etwa 90-minütiger Fahrt eintreffen sollten. Kaum aus der Hauptstadt heraus, überkam uns schon der erste Schock. Wo waren wir hier nur gelandet? Links und rechts der Straße eine einzige Mondlandschaft. Wenn man Bäume suchte, so hat man kilometerweit keine gesehen. Nur braune Berge, die farblich genau so aussahen, wie die Felsbrocken neben der Straße. Keiner von uns beiden wagte etwas zu sagen. Später im Hotel stellten wir aber fest, daß wir das Gleiche dachten. Vieleicht hat man sich Fuerteventura auch etwas anders vorgestellt, wofür die Kataloge der Reiseveranstalter nicht ganz unschuldig sind. Also wartete man ab, in dem Glauben, das es nach längerer Fahrzeit nur besser werden kann. Der erste Hoffnungsschimmer keimte dann auch bei der Durchfahrt in Costa Calma auf. Dieser Touristenort war aber auch nur eine Oase in einer großen Insel-Steinwüste. Kurze Zeit später erreichten wir nach vielen Kurven und unzähligen Bergen den Touristenort "Jandia Playa". Ziemlich am Anfang des Ortes befindet sich auch der erste RIU Hotelkomplex, mit den Hotels RIU Maxorata, RIU Calypso und unser gebuchtem RIU Tamango. Ein Kofferträger erwartete uns schon am Bus.
Empfang - Reception: Der Empfangsbereich und die Reception sind sehr großzügig und übersichtlich gestaltet. Hier befindet sich auch ein Aufzug, der die Gäste in eines der oberen Zimmer befördert. Das RIU Tamango besitzt insgesamt 120 Zimmer. Der erste Eindruck war sehr positiv. Ein freundliches und schnelles Einchecken bestätigte das. Hier erhält man gleich alle wichtigen Informationen zum Hotel und entscheidet sich für die gewünschte Abendessenszeit. Entweder kann der Gast von 18-20 Uhr oder von 20-22 Uhr die Abendmahlzeit einnehmen. Ein fester Tisch wird dann beim ersten Besuch angeboten. Es gibt einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich. Man kann auch während des Aufenthaltes den Tisch wechseln. Rechts neben dem Hoteleingang befindet sich der Ordner des Reiseveranstalters. Hier befinden sich auch die Ausflugsangebote. Möchten sie Ausflüge unternehmen, so entscheiden sie sich möglichst am Anfang des Urlaubs. Die wenigen Plätze bei den exklusiven Bustouren sind schnell ausgebucht.
Eingangsbereich vom RIU Tamango
Reception
Blick vom Eingansbereich auf das RIU Maxorata Blick vom Eingangsbereich in das Landesinnere
Lage und Hotelausstattung: Da das Hotel in einer U-Form angelegt ist, befindet sich im Innenraum der Pool. Der Zugang ist sowohl über eine Treppe, als auch behindertengerecht über eine Rampe zu erreichen. Drumherum wurde eine Rasenfläche mit Dattelpalmen und kleineren Blühpflanzen angelegt. Da durch die Hotels RIU Calypso und RIU Maxorata die gesamte RIU-Anlage bilden, befindet sich hier links und rechts der Zugangswege ein recht schön angelegter Hotelgarten, über den man als Wegabkürzung auch zum Strand (etwa 15 Minuten Fußweg) gelangt. Sonst müsste man um den Hotelkomplex herum laufen. Durch die etwas abgelegene Lage, von den dicht aneinander gereihten Hotels im Zentrum von Jandia Playa, ist es recht ruhig. Leider wurde neben der Anlage während unseres Aufenthaltes ein neues Occidental Hotel mit inklusivem Einkaufszentrum gebaut. Am manchen Tagen war der Baulärm vom morgens bis abends deutlich zu hören. Besonders die Presslufthämmer waren sowohl am Pool, als auch am Strand störend.
Blick aus dem Empfangsbereich
Innerer Hotelbereich des RIU Tamango
Hier wäre man erst durch einen längeren Fußmarsch in Richtung Morro Jable dem Baulärm entkommen. Im Zimmer hat man davon aber wenig mitbekommen. Zur Ausstattung verfügt das "All inclusive" Hotel über einen Barsalon mit Terrasse.
Lage und Hotelausstattung: Wer ein etwas höheres Körpergewicht besitzt, sollte vorher die Terrassenstühle auf Tragfähigkeit überprüfen. Die aus Plastik und Stoff bestehenden Stühle machen nicht den stabilsten Eindruck. Einen Urlaubsgast ist es passiert, daß der Stuhl beim Platz nehmen nachgegeben hat. Viele dieser Stühle haben schon leichte Bruchstellen. Im Barsalon kann man aber ohne Bedenken in gemütlicher Atmosphäre den Tag ausklingen lassen. Wie oben schon erwähnt verfügt das Restaurant über einen Raucher- und Nichtraucherbereich. Durch die zwei Essenszeiten entsteht während der Mahlzeiten kein Gedränge. Ebenso können das Frühstück und Mittagessen auf der Terrasse eingenommen werden, wo man einen wunderbaren Blick auf das Meer genießt. Die Essenszeiten sind beim Frühstück von 8 - 10.30 Uhr, das Continentalfrühstück/Snack von 10.30 Uhr- 12 Uhr, das Mittagessen von 13 - 15 Uhr, Kuchen/Eis/Snacks (Hamburger und Hot Dogs) von 15 - 17 Uhr und zur Vollständigkeit hier noch einmal das Abendessen, von 18 - 20 Uhr bzw. 20 - 22 Uhr. Es wird zur Abendmahlzeit täglich ein abwechselungsreiches Angebot am Buffet aufgebaut. Showkochen und Spezialitäten treffen bestimmt den geschmacklichen Nerv. Als Getränke werden Weiß- und Rotwein, Bier und alkoholfreie Getränke angeboten. Das Personal war sehr freundlich und aufmerksam. Das abzuräumende Geschirr stand nie länger als 3 Minuten auf dem Tisch. Zwischendurch wurde gleich noch ein neues Getränk geholt. Von dieser Aufmerksamkeit waren wir sehr überrascht. Hier hat RIU einen Standard gesetzt, den wir in der Form bisher nicht gewohnt waren.
Blick vom Strand auf das RIU Tamango
Nachtaufnahme vom beleuchteten Hotel
Der beleuchtete Pool. Im Hintergrund befindet sich die Terrasse
Als Personalbewertung sind hier 5-Sterne nicht übertrieben. Das beinhaltet zusätzlich die Sauberkeit und sprachlichen Fähigkeiten des Personals, die neben spanisch auch auf die Wünsche der Gäste auf englisch, deutsch und französisch eingingen.
Hotelzimmer: Die Hotelzimmer entsprechen dem üblichen Standard. Die Größe ist ausreichend und von den Ausstattungsmerkmalen her gibt es keine Kritik. Ein großes Doppelbett bietet einen erholsamen Schlaf. Für Urlauber, die nicht auf das TV-Programm verzichten möchten, steht ein umfangreiches Angebot an deutschen öffentlich-rechtlichen, sowie privaten TV-Programmen zur Verfügung. Getränke können in dem im Zimmer befindlichen Kühlschrank aufbewahrt werden.
Hotelbetten
Steckdosen zum aufladen der Batterien für Foto- und Videokameras sind ausreichend vorhanden. Ein besonderer Adapter muss nicht mitgenommen werden, da die Energieversorgung dem deutschen Standard entspricht. Ein kostenloser Zimmersafe sorgt dafür, daß während des Aufenthalts nichts abhanden kommt. Das Bad/WC ist in Größe und Ausstattung der Kategorie angemessen, so daß man genug Bewegungsfreiheit hat. Die Reinigung wird ab etwa 9 Uhr durchgeführt, je nach Lage des Zimmers bzw. Reinigungsplan des Personals. Langschläfer können mit einem Türschild ihr Ruhebedürfnis den Reinigungskräften mitteilen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt das Zimmer reinigen. Die Reinigungsarbeiten wurden immer sehr gewissenhaft und ordentlich durchgeführt. Allgemein ist die Hotelanlage sehr sauber gehalten.
Jandia: Der Touristenort Jandia an sich besteht aus unzähligen Hotels. Wer erwartet, hier eine etwas exklusivere Umgebung zu finden, wird enttäuscht. Durch die vielen aneinander gebauten Hotels wirkt der Ort an sich nicht sehr attraktiv. Die etwa 2 km lange Einkaufspromenade ist das Herz von Jandia. Hier können auch größere und kleinere Einkäufe zu den üblichen Touristenpreisen getätigt werden. Wer eine Frühstücks- oder Selbstverpflegung gebucht hat, findet hier immer ein Restaurant, welches ein entsprechendes Speisenangebot
Der Touristenort Jandia
bereithält. In kleineren Supermärkten können auch Lebensmittel für eine selbst zubereitete Mahlzeit eingekauft werden. Im Allgemeinen ist die Einkaufspromenade nicht sehr abwechselungsreich. Geschäfte mit Strandartikeln, Ansichtskarten, Foto- und Videotechnik, riesige Spielhallen und Restaurants wiederholen sich immerzu. Preislich bewegten sich alle auf gleichem Niveau.
Durch die unzähligen Hotels ist hier auch zu jeder Tageszeit touristischer Hochbetrieb. Der Strand ist von hier aus etwa 300 Meter entfernt, welcher nur über Zugänge zu erreichen ist. Diese Zugänge sind ebenfalls in einem Abstand von etwa 300m angelegt. Strandliegen werden ausreichend in separat abgegrenzten Gebieten angeboten. Angesichts der sehr teuren Miete (6 Euro pro Liege und Tag) haben wir hiervon kein Gebrauch gemacht. Es ist durchaus möglich, daß der Mietpreis saisonal variiert.
Der Strand von Jandia
Besser ist es, große Strandlaken mitzunehmen, einen Sonnenschirm gegen die sehr kräftige Sonne und einen Windschutz gegen den immer recht lebhaften Wind, der manchmal den Sand recht unangenehm wandern ließ. Vergessen Sie auch nicht, genug Getränke einzupacken, da die Strandkioske hier nicht gerade sehr großzügig vertreten sind, dafür aber sehr großzügige Preise verlangen.
Das hängt hauptsächlich damit zusammen, daß der Bereich, den Sie durch den Strandzugang überqueren ein natürliches Flutungsgebiet bei einsetzender Flut darstellt. Wir erlebten während unseres Urlaubs, wie bei normalem Wind das Meer sich seinen Weg über den Strand zu der Flutungsfläche bahnte. Strandwanderer hatten hier das Problem, daß nach wenigen Tagen die Gezeiten einen etwa 1,50m tiefen Graben quer in den Strand gerissen haben und bei Flut und einsetzender Ebbe ein durchqueren kaum noch
Abendstimmung am Strand
möglich war, da die zurück fließenden Wassermassen eine sehr starkeStrömung aufbauten. Hier blieb nur die Möglichkeit, durch das hüfthohe Wasser im Flutungsgebiet oder einen sehr weiten Umweg in Kauf zu nehmen.
Das Wasser ist sehr sauber und klar und Steine sind am Strand selten zu finden. Somit steht dem Badespaß nichts im Wege. Leider oftmals nur zu bestimmten Tageszeiten. Gerade in den Nachmittagsstunden wenn der Fluthöhepunkt erreicht ist, kann die sehr starke Meeresströmung eine Gefahr für spielende Kinder werden. Selbst Erwachsene haben bei der sehr kräftigen Brandung und der starken Strömung Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Schwimmen ist zu diesem Zeit überhaupt nicht möglich.
Blick von der Strandpromenade nach Morro Jable
Dafür macht das Spiel mit den hohen Wellen sehr viel Spaß. Bei Ebbe bietet der etwa 20 km lange Strand den Wanderern die Möglichkeit die Gegend genau zu erkunden. Sportmöglichkeiten sind wenig vorhanden. Meistens stellen die Hotels dem Urlauber ihr eigenes Sportangebot zur Verfügung. Unmittelbar am Robinson Club, der sich zwischen Jandia und Morro Jable befindet können in einer Tauchschule Kurse gebucht werden. Für Jogger wurden in Jandia neben der viel befahrenen Transitstraße eigene Joggingwege angelegt. Ebenso erschließt sich am Robinson Club der Hauptzugang zum Strand. Hier beginnt auch die Strandpromenade, von wo man nach Morro Jable gelangt. Morro Jable ist ein kleiner angrenzender Ort, der sich trotz vieler umgebener Hotelbauten den Charme eines Fischerdorfes erhalten hat. In vielen kleinen Gaststätten werden schmackhafte Fischgerichte angeboten. Westlich von Morro Jable befindet sich der zu groß geratene neue Hafen, wohin auch der Fischerhafen verlegt wurde
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22.09.2003 - 02.10.2003
Reise-Wetter
Hotel