| Reisebericht: Kanarische Inseln, Fuerteventura, Jandia, Riu Tamango, Neu: Sunrise Tamango |
| Safari Oasis Park La Lajita: Den Oasis Park kann man sowohl beim Reiseveranstalter buchen, als auch auf eigene Faust besuchen. Wir nutzen letztere Variante, zumal wir den Ausflug gerne selber gestalten wollten. Von den Orten Costa Calma und Jandia aus ist das kein Problem. Entweder man mietet sich ein Auto oder man benutzt den öffentlichen Nahverkehr der Insel, der ständig zwischen der Hauptstadt Puerto del Rosario oder La Lajita und Morro Jable pendelt. Die Abfahrzeiten der Busse erhalten sie im Hotel oder bei Ihrem Reiseleiter. | ![]() |
| Die Papageienshow sorgt immer für Spaß |
| Wenn sich in nächster Zeit an der Linienführung nichts ändert, wären das die Linien 10 und 25. In Jandia befindet sich die Haltestelle etwa in Höhe des Stella Canaris Hotels. Eine Fahrt kostet pro Person etwa 2,60 Euro für die etwa 30 km lange Strecke. Der Oasis Park beinhaltet sowohl einen Zoo, als auch einen botanischen Garten. |
| Für beide Besuche muss jeweils gesondert Eintritt gezahlt werden. Das wären für den botanischen Garten 5 Euro/Person und für den Zoo 10 Euro/Person. Geöffnet ist im Sommer von 9 Uhr-19.30 Uhr und im Winter von 9 Uhr-18 Uhr. Im Zoo wird 2 Mal täglich eine Krokodil- und eine Papageienshow vorgeführt. Der von einem üppigen tropischen Garten umgebene Tierpark erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 200.000 m². Er bietet eine besondere Vielfalt an tropischen Vögeln, Reptilien, Affen und anderen Säugetieren. Vor dem Tierpark | ![]() |
| Beim Spaziergang durch einen großen Vogelkäfig können exotische Vögel beobachtet werden |
| kann man eine Kamel-Safari unternehmen. Der große botanische Garten mit einer Sammlung von 2300 Arten von Kakteen, Sukkulenten und einheimischen Pflanzen erstreckt sich auf einem Areal von 180.000 m². Mehrmals täglich wird hier eine Greifvogelshow vorgeführt. Fotos vom botanischen Garten finden Sie in einer gesonderten |
| V.I.P.-Tour: Um diese karge und wüstenähnlich Insel näher kennen zu lernen, buchten wir die "V.I.P.-Tour", um die schönsten Orte auf Fuerteventura zu besuchen. Das Angebot, in einem Luxusbus mit maximal 20 Plätzen in einem Tagesausflug über die Insel zu fahren, hörte sich sehr reizvoll an. Ursprünglich wollten wir den Ausflug "Fuerteventura Pur" buchen. Dieser war aber schon über die gesamte Dauer unseres Aufenthaltes ausgebucht. Bot er doch eine exklusive Entdeckungsreise mit maximal 8 Personen. Daher noch einmal der Hinweis, sich möglichst früh für organisierte Touren zu | ![]() |
| Mit dem bequemen TUI-V.I.P.-Tourbus ging es auf Entdeckungsreise |
| entscheiden und beim Reiseleiter buchen. Die Abholung zur "V.I.P.-Tour" erfolgt schon in sehr zeitig. Pünktlich wurden wir um 7 Uhr vom Tour - Guide Franco begrüßt. Von der Ausstattung des Busses wurde uns nicht zu viel versprochen. |
| Er bietet durch großzügige Beinfreiheit und den eingebauten Ledersitzen sehr viel Bequemlichkeit. Zunächst wurden die Hotels entlang der Küstenstraße angefahren, um weitere Gäste abzuholen. Nach dem letzten Stop, in Costa Calma, sollte nun das erste Ziel, die riesigen Sanddünen "El Jable", im Norden angefahren werden. Vorbei an der Hauptstadt Puerto del Rosario, fuhren wir immer in Sichtweite des Meeres in Richtung Corralejo. Etwa 5 km vor dem nördlichen Touristenort, hatten wir die erste Etappe erreicht. | ![]() |
| Sanddünen im Norden der Insel |
| Wäre das Meer nicht in unmittelbarer Nähe hätte man den Eindruck, man befände sich irgendwo in Nevada oder Arizona. Franco erklärte, das die Sanddünen nicht wie oftmals irrtümlich behauptet durch Flugsand der Sahara entstanden, sondern durch ganz normale Verwitterungsprozesse. |
| Nach etwa 15-minütigen Aufenthalt fuhren weiter nach Corralejo, um in einem Glasbodenboot vor die Insel Los Lobos die Unterwasserwelt zu bestaunen. Dort wurden dann auch die Fische angefüttert und man konnte die Schwärme durch den Glasboden beobachten. Corralejo ist das nördliche touristische Zentrum auf Fuerteventura, das aus einer 200-Seelen-Gemeinde Ende 60-er Jahre, mit dem Bau von Apartmentanlagen und Hotels entstanden ist. Touristisch ist der Ort hauptsächlich auf Engländer und Skandinavier | ![]() |
| Kanarisches Kunstzentrum "Casa Mane" in La Olivia |
| ausgerichtet. Der Fährhafen eignet sich hervorragend für Schiffsausflüge zur Nachbarinsel Lanzarote und zum Naturparadies Los Lobos. Nach etwa 45 Minuten erreichten wir wieder den Hafen von Corralejo, um die Fahrt in das kanarische Kunstzentrum "Casa Mane" in La Olivia fortzusetzen. |
| Hier werden viele Skulpturen, Kunsthandwerk und Gemälde einheimischer Künstler ausgestellt. Da wir uns als ausgesprochene "Kunstbanausen" bezeichnen, können wir auch kein Urteil über die gezeigten Ausstellungsstücke abgeben. Es waren aber interessante Eindrücke. Die Entstehung des "Casa Mane" ist auf eine private Initiative des Gründers Manuel Delgado Camino aus Gran Canaria zurückzuführen, der sein verdientes Geld aus Bilderrahmen, später Kunstsammler und -händler in eine Stiftung investiert hat. Da so eine Tour auch hungrig macht, war nun in Puerto del Rosario ein Mittagessen im Restaurant "Parador Nacional" mit einheimischer Kost geplant. Bei Beginn der Tour kann sich jeder Teilnehmer zwischen einem Fisch- oder Fleischgericht entscheiden. In kolonialer Atmosphäre wurde ein reichliches 3-Gänge-Menü serviert, was sehr schmackhaft war. Ausgeruht und gestärkt sollte nun die alte Königsstadt und der Bischofssitz Betancuria angefahren werden. Bevor dieses Ziel erreicht werden sollte, machten wir noch einmal einen | ![]() |
| Hafen von Corralejo | |
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| Gegenseitige Neugier auf dem Glasbodenboot |
| Zwischenstopp auf dem Pass von "Morro de la Cruz" mit einer Höhe von 676m, wo uns ein atemberaubender Panoramablick auf das "Valle de Santa Ines" bot. |
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| Einen wunderbaren Ausblick genießt man auf dem Pass von "Morro de la Cruz" |
| Unterhalb dieses Passes befindet sich Betancuria. Hier sollte nun die "Catedral de Santa Maria" besichtigt werden. Leider dürfen im inneren der Kirche keine Fotos angefertigt werden, was durch eine Aufsicht genau kontrolliert wird. Ob dies religiöse Umstände sind oder die zum Kauf angeboten Postkarten besser vermarkten sollen, blieb ein Geheimnis. Wir respektierten das Verbot, da letztendlich die Einnahmen aus dem Tourismus überwiegend zum Erhalt der Stadt eingesetzt werden. Der dort lebende deutsche Fotograf, Reiner Loos, hat mit der Gestaltung des "Casa Santa Maria" einen wunderschönen Ort geschaffen. Über den Kirchplatz, der von zweigeschossigen alten Bürgerhäusern begrenzt wird, ist eines davon vieleicht das älteste erhaltene Gebäude der gesamten Kanaren. Man schätzt die Errichtung auf die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. In der Multivisionsshow vermitteln Reiner Loos fotografische Aufnahmen den jahreszeitlichen Verlauf der Insel. Für einen kurzen Zeitraum im Winterhalbjahr, sprießen die Pflanzen und verleihen der kargen und braunen Landschaft ein grünes Aussehen. |
| Das ist die Zeit, wenn intensive Niederschläge die "Barrancos" (Flussgräben) kurzzeitig zu reißenden Flüssen verwandeln. Ein Markt schließt sich dem "Casa Santa Maria" an. Hier werden überwiegend handwerkliche Erzeugnisse dem Touristen angeboten. Einheimische demonstrieren das Näh- und Töpferhandwerk. Aloe vera - Produkte können hier auch erworben werden, die sich preislich kaum von den angebotenen Produkten in den Touristenhochburgen unterscheiden. Der kulinarische Gaumen wird im angrenzenden | ![]() |
| Catedral de "Santa Maria" in Betancuria |
| Restaurant verwöhnt, in dem typische kanarische Spezialitäten auf der Speisekarte stehen. Als letztes Ziel, war nun mit der Fahrt entlang am "Tal des Palmenflusses", der Ort Pajara geplant. |
| Hier wurde die Kirche "Nuestra Senora de la Regla" besichtigt, wo Schriftzeichen am Säulengang sehr der Aztekenschrift ähneln und die es sonst nirgendwo auf den Kanaren gibt. Nach der Besichtigung wurde es nun Zeit, die Tour gemütlich zu beenden. Es wurde jedem Teilnehmer ein Becher Sekt ausgeschenkt und diverse Fragen vom Tour - Guide Franco beantwortet, der diese Insel wie seine Westentasche kennt. Langsam machten wir uns wieder auf dem Weg in Richtung Hotels. | ![]() |
| Töpferhandwerk in Betancuria |
| Gegen 17 Uhr erreichte der Bus wieder das RIU Tamango. Als Fazit bleibt ein wunderschöner Ausflug quer durch Fuerteventura. Franco gestaltete ihn spannend und abwechselungsreich. Es gab keine Frage, auf der er keine Antwort wusste. |
| Als lustige Beigabe wurde durch ihn auch der typische Tourist beschrieben und man fand oftmals Parallelen zum eigenen Verhalten. Wenn Sie genauere Infos zur "Villa Winter" wissen möchten, so fragen sie beim TUI-Reiseleiter nach Franco. Es gibt keinen besseren Experten auf der Insel, der sich so intensiv mit dieser Legende beschäftigt hat. Eine Kamera war beim gesamten Ausflug auch immer mit dabei. Während der Rückfahrt können Sie sich entscheiden, ob sie die Videokassette zum Ausflug käuflich erwerben möchten. Ein Bote bringt diese VHS - Kassette dann in Ihr Hotel. Zwei Tage waren nun noch vom Urlaub übrig, die am Strand verbracht wurden. Am letzten Tag müssen Sie das Zimmer schon um 10 Uhr räumen. | ![]() |
| "Nuestra Senora de la Regla" in Pajara |
| Da der Abholservice erst um 17.30 Uhr eintraf, konnte man noch einmal den Tag nutzen. Sehr gefreut hat uns, das wir im RIU Tamango vor der Abreise noch einmal duschen durften. Es gibt ein eigenes Hotelzimmer für diesen Service. So geht einem noch nicht einmal der Abreisetag verloren. Fragen Sie aber vorher an der Reception nach. |
| Als abschließende Gedanken zum Fuerteventura - Urlaub bleibt festzuhalten, daß die anfängliche Skepsis schnell verflogen ist. Man gewöhnt sich sogar an die anfangs als furchtbar beschriebene Mondlandschaft. Das Schöne Wetter und der traumhafte Strand, bei einem Hotel wo wirklich alles passt, machten diese Reise zu einem schönen Erlebnis. Für einen kurz entschlossenen Urlaub würden wir auf jeden Fall wieder dorthin zurückkehren. |