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Januar / Februar
Je nach Standort kündigt sich bei einigen wenigen Kakteen durch das Erscheinen erster zaghafter Knospen das nahende Ende der Ruheperiode an. Die Tage werden wieder etwas länger, die Kraft der Sonne nimmt langsam zu. Die meisten Kakteen werden an ihrem kühlen und möglichst hellen Standort trocken gehalten. Epiphytische Kakteen stehen wärmer und erhalten regelmäßig etwas Wasser. Wer die Möglichkeit besitzt, kann an trüben Tagen durch Zusatzbeleuchtung mit Wachstumslampen den Lichtmangel ausgleichen. Wichtig ist, immer ausreichend für frische Luft sorgen, um die Pflanzen abzuhärten. Tierische und pilzliche Schädlinge meiden oftmals hart und artgerecht kultivierte Kakteen. Sämlinge im ersten Jahr haben keine Ruheperiode. Sie sollten an einem temperierten, sehr hellen Ort bei mäßiger Feuchtigkeit überwintern. Auch in den Wintermotaten ist ein Schädlingsbefall in den Sammlungen durchaus möglich. Gerade in der trockenen Luft können sich Woll- und Schmierläuse explosionsartig vermehren. Die meist entschleunigte Zeit am Anfang des Jahres bietet sich an, um in den vielen Online Shops nach interessanten Kakteensamen zu schauen. Viele Kakteenfreunde beginnen jetzt bereits mit der Aussaat neuer Pflanzen unter Kunstlicht. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, schnell wüchsige Arten bereits schon als kleine Sämlinge in der kommenden Wachstumsperiode an einem schattigen Plätzchen im Gewächshaus zu kultivieren. Diese Pflanzen sind dann für die folgende Ruheperiode wesentlich kräftiger und wiederstandsfähiger ausgebildet, als vergleichbare Aussaaten, die erst spätzer im Jahr mit Beginn der Wachstumsperiode ausgebracht werden.
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