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Reisebericht: Ägypten, Luxor, Nilkreuzfahrt, Hurghada, Sol Y Mar Makadi Star&Spa (Neu: JAZ Makadi Star&Spa)
Esna: Nach einem langen "Ägyptischen Abend" mit lustigen Spielen, wurde am nächsten Morgen wie gewohnt sehr zeitig geweckt. Dieses Mal aber nicht durch den Weckservice auf dem Schiff, sondern durch die benachbarte Moschee. Auf dem Programm stand heute der Chnum Tempel in Esna. Es stammt aus der ptolemäischen Zeit und liegt mitten im Stadtzentrum, etwa 9 Meter unter dem heutigen Niveau der Stadt. Jahrhunderte lang hat man einfach auf und um diese Stätte Häuser errichtet. Gewidmet ist er dem widderköpfigen Gott Chnum. Die eindrucksvolle 24-säulige Halle wurde vom Kaiser Tiberius erbaut. Er und andere römische Herrscher ließen sich in den üblichen Posen ägyptischer Pharaonen darstellen. Bevor man den Tempel erreicht, gleicht der Weg dorthin einem Spießrutenlauf. Ist der Zugang direkt durch eine Basar-Straße. Die Händler links und rechts des Bordsteins versuchen nun durch lautes Geschrei, das Interesse für ihre Waren zu wecken. Betritt man einmal das Geschäft dieser Händler hat man gut zu tun ohne etwas zu kaufen, wieder heraus zu kommen. Hier war die vornehme Zurückhaltung aus Assuan nicht mehr anzutreffen. Sehr gut kommt man zurecht, wenn man das Geschrei einfach ignoriert, auch wenn man Sie persönlich anspricht. Im Laufe der Reise haben wir beobachtet, dass die Händler nur einen begrenzten Korridor zur Verfügung haben. Oftmals darf die Bordsteinkante vor dem Geschäft nicht überschritten werden.
Eintrittskarte Chnum Tempel in Esna
Der Chnum Tempel in Esna
Einzigartig: Die Sternzeichen sind an der Decke dargestellt
Theben West: In nunmehr gewohnter Frühe, wurde am nächsten Morgen bereits um 5 Uhr geweckt. Da am letzten Tag der Kreuzfahrt die Besichtigung der Gräber im Tal der Könige auf der Tagesordnung stand, waren wir froh, dass es bereits schon sehr früh los ging. Heizt sich das von Felsen umgebene Gelände sehr rasch auf über 60 °C auf. Um 6 Uhr begann die Fahrt von Luxor mit dem Bus zunächst in Richtung Totenstadt von Theben. Hier bot sich uns mit der aufgehenden Sonne eine atemberaubende Kulisse der rötlich leuchtenden Berge, die bereits von der Sonne beschienen wurden und der gerade untergehende Vollmond darüber. Der königliche Friedhof, gelegen in den Felsentälern der Wüste auf dem Westufer des Nils, zählt 64 König- und Prinzengräber. Begrub man hier nicht nur fast alle Pharaonen des neuen Reiches, darüber hinaus auch Beamte und Handwerker. Der Glaube, nach dem Tod auf ihrer Reise in die Ewigkeit vor Grabräubern sicher zu sein, bestätigte sich recht bald als großer Irrtum. Schon bald waren die Gräber ausgeraubt. In der Nähe gründeten die Grabräuber sogar eine Stadt, um in der Nähe nach Schätzen zu suchen. Archäologen nutzen bei Ausgrabungen das über Generationen weitergegebene Wissen der Nachkommen. Die Haupteinnahmequelle ist in der heutigen Zeit nicht mehr das Auffinden und Ausrauben von Pharaonengräbern, sondern in geschickter Handarbeit die Herstellung von Souvenir-Artikeln. Das bekannteste Grab im Tal der Könige, ist die 1922 von Howard Carter entdeckte und bis dahin unberührte Totenstädte von Tutench-Amun. Leider kostet die Besichtigung des Grabs extra Eintritt. Im Rahmen der Nilkreuzfahrt ist die Besichtigung von 3 Gräbern inklusive. Hierbei kann man sich selbst aussuchen, wo man hinab steigen möchte. Es gibt auf dem Areal einfach zu begehende Gräber, aber auch recht anstrengende Zugänge, wie zum Beispiel das Grab von Thutmosis III. Hier erklimmt man erst einmal die Treppe zum Grabzugang. Etwa die gleiche Strecke geht es dann in geduckter Haltung wieder bergab. Belohnt wird man dann in einer feucht-heißen Umgebung mit einem hölzernen Totenschrein. Wenn Sie Fotos vom Inneren der einzelnen Gräber an dieser Stelle vermissen, müssen wir Ihnen leider mitteilen, das in den Gräbern nicht fotografiert werden darf. Wir haben uns an diese Vorgaben gehalten, da auch ständig ein "Aufpasser" in der Nähe war. Nachdem jeder seine 3 individuellen Gräber besichtigt hat, stand nun der Terassentempel der Hatschepsut auf dem Programm. Elegant an den Berghang, schmiegt sich diese dreistöckige Terassenanlage. Die Königin, die anstelle ihres Stiefsohns Ägypten regierte und sich selbst zur Pharaonin erhob, wählte diesen Ort für ihre, der kuhköpfigen Göttin Hathor, geweihte Tempelanlage. Nach dem Tod der Pharaonin wurden durch ihre Nachfolger Thutmosis III. und Amenophis IV., Teile der Tempelanlage zerstört und Reliefs systematisch ausgemeißelt.
Atemberaubende Kulisse am frühen Morgen im Tal der Könige
Der Zugang zum Grab von Thutmosis III.
Der Zugang zum wohl berühmtesten Grab Tutench-Amuns
Eintrittskarte Hatschepsut-Tempel
Tempel der Hatschepsut
Eindrucksvolles Bergmassiv am Hatschepsut-Tempel Fantastische Aussicht vom Hatschepsut-Tempel
Sehr schön restaurierte Statuen Im Innenhof des Tempels
Memnon-Kolosse: Wie befanden uns bereits wieder auf der Rückfahrt nach Luxor. Nach kurzer Strecke hielten wir noch einmal kurz an, um die beiden gut erhaltenen Riesenfiguren zu betrachten. Einst bewachten diese einsam in der Ebene sitzenden Denkmäler den Totentempel von Amenophis III. Somit war der kulturelle Teil für den Vormittag beendet. Im Anschluss war noch der Besuch einer Papyrusfabrik geplant, woran wir aber nicht teilnahmen, sondern zum Schiff zurückkehrten.
Wächter inmitten der Ebene. Die Memnon-Kolosse
Zum Abschluss der Nilkreuzfahrt war als letzter kultureller Leckerbissen noch die Besichtigung des Luxor-Tempels geplant. In Anbetracht der kulturellen Fülle der vergangenen Tage, ließen wir diese Besichtigung aus, zumal wir einige Male bei den Ausflügen daran vorbei gefahren sind. Ein wenig Urlaub auf dem Sonnendeck wollte man ja schließlich auch noch machen und den Nachmittag dafür nutzen. Da die Ausschiffung am nächsten Tag auch sehr frühzeitig Beginnen sollte, war vorbereitendes Packen angebracht, um nicht schon am frühen Morgen in Zeitnot zu geraten. Die offene Getränkerechnung für die gebuchte Vollpension wurde nach dem Abendessen bezahlt. Am nächsten Tag wurde schon vor dem Frühstück das Gepäck von der Kabine abgeholt und dem jeweiligen Bus zugeteilt, der dann das entsprechend gebuchte Hotel am Roten Meer anfuhr. Nun hieß es, sich von der einen oder anderen Urlaubsbekanntschaft erstmalig zu verabschieden. Per Konvoi, mit Polizeischutz, ging es auf die vierstündige Reise in Richtung Hurghada. Etwa auf halber Strecke, wurde noch einmal eine etwa halbstündliche Pause eingelegt. Hier konnte man sich in einer Oase oder besser Oasen-Stadt mit kalten Getränken, Eis, Knabberkram und Souvenirs versorgen. Gegen Mittag erreichten wir unser gebuchtes Hotel in Hurghada an der Makadi-Bay.
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13.09.2005 - 27.09.2005
Ausflüge/Programm