Pterocactus

1887 beschrieb Karl Moritz Schumann auf Basis von Pflanzenmaterial, welches er von Carl Ernst Otto Kuntze erhalten hatte, mit der Typusart Pterocactus kuntzei erstmals diese Gattung. Anhand der vorhandenen Glochiden an den Pflanzen konnte eine eindeutige Verwandschaft zu den opuntienartigen Kakteen hergestellt werden. Der Gattungsname entstand hierbei während er die flügelartige Fläche um das Samenkorn betrachtete, kombiniert mit dem grichischen Wort “pteron” – Flügel. Da man Pflanzen der Gattung Pterocactus als Hauptverbreitungsgebiet in der argentinischen Region Patagonien vorfindet, war man lange Zeit der Annahme, das die geflügelte Saat in dieser ständig von Wind umgebenen Region verbreitet wird. Studien konnten das jedoch nicht bestätigen. Pterocacteen besitzen eine stark ausgebildete Wurzelrübe um in dieser kargen Region die Zeiten der Wasserarmut zu überbrücken. Die Sproßglieder brechen leicht ab und können mühelos bewurzelt werden. Eine Besonderheit ist auch die Blütenbildung, welche an den Triebspitzen erfolgt.

Verbreitungsgebiet:
Südamerika:
Argentinien – im Nordwesten Argentiniens entlang der Anden bis in den Süden Patagoniens
Chile – im Süden (Umgebung von Chile Chico)


Kulturhinweise:

  • In Bezug auf die Pflege sind Pterocactus nicht sehr anspruchsvoll
  • Benötigen wegen der großen Rübenwurzel ein ausreichend großen und tiefen Topf
  • Abgefallene oder abgesammelten Triebe können leicht bewurzelt und somit vegetativ vermehrt werden

Substrat:

Wachstumszeit:
März – September/Oktober

  • Sonniger bis vollsonniger und warmer Standort im Gewächshaus oder Frühbeet, auch ausgepflanzt auf einem Freilandbeet
  • Auf sehr gute Luftbewegung achten – besonders bei hochsommerlicher Hitze
  • Können gut gegossen und gedüngt werden, das Substrat sollte aber immer wieder austrocknen, jedoch bei Temperaturen über 30 °C eine Gießpause einlegen

Ruhezeit:
Oktober – März

  • Absolute Trockenheit bei etwa 4 °C
  • Einige Arten der Gattung sind frost- und winterhart und tolerieren dauerhaft Temperaturen bis unter -15 °C

Fotodetails in der Galerie

Pterocactus tuberosus (in Bearbeitung)

Planzennamen und Synonyme nach Edward F. Anderson und Urs Eggli

araucanus – marenae →  Grusonia marenae 
australis megliolii 
– – var. arnoldianus →  P. australis – pumilus →  P. valentinii 
– decipiens →  P. tuberosus 
reticulatus 
fischen – skottsbergii →  P. hickenii 
gonjianii tuberosus 
hickenii – – fa. lelongii →  P. tuberosus 
– kuntzei →  P. tuberosus valentinii 
– – fa. lelongii →  P. tuberosus   

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